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Allgemein
Das Verfahren zur Ermittlung der Interaktionellen Kompetenzen Medizin (IKM) ist ein mündlicher, sozio-kommunikativer Test. Es werden zwischenmenschliche Kompetenzen in der Arzt-Patienten-Interaktion überprüft. Studienplatzbewerber*innen durchlaufen nacheinander mehrere MMI-Situationen mit Schauspielpatient*innen, die realitätsnah gestaltet sind und sich thematisch am ärztlichen Berufsfeld orientieren sollen. Die Prüfungssprache ist deutsch. Das Verfahren basiert auf dem wissenschaftlich fundierten Konzept der emotionalen Verfügbarkeit. Als Kernkompetenzen werden Sensitivität, Strukturierungsfähigkeit, Grenzwahrung und Wohlwollen bewertet. Fachspezifische Kenntnisse sind nicht Teil der Bewertung. Zur Auswertung des IKM-Tests werden Videoaufzeichnungen der Testabnahme berufenen Juror*innen unter gesichertem Zugang über ein Online-Ratingportal zur Bewertung zur Verfügung gestellt. Dadurch wird ein transparentes, standardisiertes, strukturiertes und qualitätsgesichertes Verfahren mit hinreichender Vorhersagekraft für die Eignung für das Humanmedizinstudium und sich typischerweise anschließende Berufstätigkeiten gewährleistet.
Die beteiligten Fakultäten verwenden den IKM-Test, um neben der Abiturleistung und einem fachspezifischen Studierfähigkeitstest, auch die zwischenmenschlichen Kompetenzen, welche im Arzt/Ärztin-Patient*innen-Verhältnis sehr wichtig sind, ebenfalls in die Studierendenauswahl mit einzubeziehen. Der IKM-Test kann dabei im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und/oder der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) eingesetzt werden.
Zielgruppe für den IKM-Test sind alle Personen, die an der Medizinischen Fakultät in Heidelberg Medizin studieren möchte. Einen Nutzen aus einer IKM-Teilnahme hat man, wenn sich bei hochschulstart.de in den Hauptquoten (AdH/ZEQ) bewerben darf.
Es können sich ausschließlich Teilnehmende anmelden für die noch kein IKM-Ergebnis vorliegt, also alle, die
- noch nie am IKM-Test teilgenommen haben
- nach einem Testabbruch bei einem vorangegangenem IKM kein Ergebnis erhalten haben
- an einem vorangegangenem IKM angemeldet waren, aber nicht am Test teilgenommen haben.
Jede Person mit einem TMS-Ergebnis, die sich für den aktuellen Durchgang innerhalb der Frist anmeldet, nimmt an der Vorauswahl zur Teilnahme am Test teil. Es spielt keine Rolle, ob man sich am Anfang oder erst am Ende der Frist anmeldet.
Teilnahmeplätze im IKM-Test stehen nur in einer begrenzten Anzahl zur Verfügung. Aus diesem Grund erfolgt unter allen Bewerber*innen, die sich fristgerecht für den IKM-Test beworben haben, eine Vorauswahl. Die Vorausauswahl zum IKM-Verfahren erfolgt auf Grundlage des Ergebnisses (Standardwert) des
- Tests für medizinische Studiengänge (TMS)
(IKM 2027, 2028) oder - Tests für medizinische Studiengänge mit naturwissenschaftlichen Aufgaben (TMSnat)
(ab IKM 2028)
Hierzu wird eine Rangliste aller Bewerber*innen anhand des TMS-Standardwertes erstellt, die Bewerber*innen mit den besten TMS-/TMSnat-Ergebnissen erhalten eine Zulassung und Einladung zum IKM-Test. Die genaue Anzahl der zuzulassenden und einzuladenden Bewerber*innen bestimmen die Auswahlsatzungen der beteiligten Institutionen, die das Ergebnis des IKM-Tests bei der Auswahl berücksichtigen. Bei Ranggleichheit auf dem letzten zu berücksichtigenden Rangplatz entscheidet das Los.
Wegen der vielen Bewerbungen erfolgt die Vorauswahl zum IKM-Test über den TMS/TMSnat-Standardwert, die 45 BewerberInnen mit dem besten TMS/TMSnat Ergebnis werden zum IKM-Test eingeladen. Wo der Grenzwert liegt, ist nicht ganz vorhersehbar, in den letzten Jahren lag dieser ca. bei 111-114 Punkten.
Für die Anmeldung zum IKM-Test ist ein TMSnat- oder TMS Ergebnis erforderlich, bei der Anmeldung muss das eines der Ergebnis angegeben werden, da über dieses zum IKM-Test zugelassen wird. Sie müssen also bereits im November den TMS schreiben, um sich zum IKM-Test bewerben zu können. Da die Ergebnisse des TMSnat im Mai erst Ende Juni vorliegen, wäre nicht ausreichend Zeit, um den IKM-Test erst danach durchzuführen.
Nein, eine Wiederholung des IKM-Tests ist nicht möglich. Beachten Sie: eine Anmeldung zählt noch nicht als Teilnahme. Es wird ein Abgleich der Anmeldungen mit unserer Datenbank vorgenommen, um zu verhindern, dass sich Personen zum IKM-Test anmelden, die den IKM-Test in Deutschland bereits einmal absolviert haben. Diese Personen dürfen nicht erneut teilnehmen.
Für den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengang Humanmedizin ist die Teilnahme am IKM freiwillig. Das Testergebnis kann von den teilnehmenden Fakultäten im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und/oder der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) als zusätzliches Auswahlkriterium angerechnet werden (die Gewichtung kann unterschiedlich sein).
Von den Teilnehmenden werden keine Gebühren erhoben.
Pro Jahr findet aktuell ein IKM-Testzeitraum statt. Ein zusätzlicher Nachholtermin kann nicht angeboten werden.
Vorbereitung auf den Testtag
Der IKM-Test findet einmal pro Jahr am Testort Heidelberg statt.
Der IKM-Test erfordert kein medizinisches Wissen. Eine inhaltliche Vorbereitung ist nicht erforderlich.
Für vorausgewählte Teilnehmende mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung gibt es die Möglichkeit, einen Nachteilsausgleich zu beantragen.
Am Testtag
Die Rollenbeschreibungen und Aufgabenstellungen der IKM-Stationen sind bewusst sehr kurz gehalten. Notizen sind weder während der Gespräche, noch in der Einlesezeit erlaubt, jedoch auch nicht notwendig.